Wer wir sind.
Noch sind wir, das WeCanBeHeroes, ein sehr neues und sehr kleines Forum, bestehend aus einer Handvoll Fanfiction-Enthusiasten. Wir sind ein Liebhaber-Projekt - von Fans für Fans. Aber unsere Träume sind groß und bunt.
Wer wir sein wollen.
Wir, das WeCanBeHeroes, wollen ein aktives Forum für EUCH sein - für alle Schreiber, Leser und Fans. Wir wollen ein Forum sein für all diejenigen, die gerne über ihre Fandoms diskutieren - leidenschaftlich, sachlich, fundiert. Wir wollen eine Plattform für alle sein, die sich als Schreiber gerne verbessern und über sich hinauswachsen wollen. Wir wollen eine lebhafte Community sein für alle, die den Austausch schätzen.
Was wir bieten wollen.
Wir, das WeCanBeHeroes, wollen ein angstfreies und konstruktives Miteinander für alle hier bieten. Diese Philosophie sollte sämtliche Bereiche des Forums durchwirken und hinter allem Handeln stehen. Wir wollen euch eine Plattform bieten - in erster Linie zum Austausch und zur Diskussion - in angstfreier und konstruktiver Atmosphäre. Wir wollen eine angstfreie Atmosphäre bieten, in der Kritik konstruktiv, aufbauend und respektvoll ist. Wir wollen euch und uns allen qualitative Meta-Diskussionen bieten, in denen nicht alle einer Meinung sein müssen, in der aber niemandes Meinung diskriminiert wird oder weniger wert ist.
Wofür wir stehen wollen.
Wir, das WeCaBeHeroes, wollen für einen respektvollen Umgang in den Weiten des WWW stehen. Wir wollen für qualitative und sachliche Diskussionen stehen, aber auch für Fandom-Leidenschaft.
ABER: Das kann nur funktionieren, wenn alle mitmachen - ein Forum ist nunmal keine Echokammer, sondern eine Community, an der alle Beteiligten mit bauen.
In diesem Sinne: Lasst es uns gemeinsam schaffen!
A/N
Abkürzung für "Author's Note" - Anmerkung des Autors.
AU
Abkürzung für "Alternate Universe", ein alternatives Universum. Dabei gibt es zwei Spielarten: Zum einen werden Details im Canon verändert, um nach dem Schmetterlingseffekt umso größere Änderungen zu beschreiben. Zum zweiten werden die Original-Charaktere bzw. die Original-Geschichte in ein anderes Genre versetzt.
Beta
Betaleser sind Personen, die Storys lesen, bevor sie öffentlich gestellt werden, und mehr oder weniger detailliertes Feedback dazu geben (angefangen von Rechtscheibung über Charakterisierung bis zum Aufbau der Geschichte). Ein absolut empfehlenswerter Schritt.
Canon
Alles, was in der Originalgeschichte vorkommt - und nur das.
ConCrit
steht für "Constructive Criticism", also konstruktive Kritik. Dabei wird genauso ausgeführt, was an einer Story gut ist, wie auch, was noch besser gemacht werden kann - und (wichtig!) warum.
DLDR
Abkürzung für "Don't Like Don't Read", auf Deutsch: Wenn du es nicht magst, dann lies es nicht. Beugt unkonstruktiver Kritik und Flames vor.
Drabble
Kurze Geschichten, deren Wortanzahl exakt 100/200/300 beträgt. Teilweise erlaubt sind dabei auch 50er Schritte.
Gen
Abkürzung für "General". Kategorie von Fanfictions, die sich auf keine romantische Beziehung oder Sex fokussieren.
Headcanon
Facetten oder Muster von Charakteren oder Pairings - meistens Kleinigkeiten -, die zwar nicht im Canon vorkommen, aber einem so logisch erscheinen, dass sie gefühlt quasi Canon sein könnten. Dazu zählen z.B. wie Charaktere ihren Kaffee am liebsten trinken, wann und wer der erste Kuss war, etc.pp.
Het
Abkürtung für "Hetero". Kategorie von Fanfictions, in denen es um heterosexuelle Pairings geht.
Fanon
Nicht verifizierte, aber vom Fandom anerkannte Hintergründe und Details eines Fandoms.
Flame
Ein unfairer Kommentar eines Lesers zu einer Fanfic, der meist den Autor kritisiert und nicht die Geschichte. Im WeCanBeHeroes NICHT erwünscht! S.a. DLDR.
Kink
Vorliebe - meist (Sex)Praktiken, die man eben gerne liest/schreibt. Dazu zählen detailliertere Beschreibungen von bestimmten Leidenschaften, Fetischen und Dingen, die Charaktere auch in-universe attraktiv machen, egal ob äußerliche Merkmale (z.B. Brille, Gürtel, bestimmte Stimmlage, bestimmte Kleidung) - aber auch Vorlieben im Liebesspiel, z.B. Foodplay (Sahne im Bauchnabel), Temperature Play (Eiswürfel, Wachs), Bondage, Breathplay, Spanking, Oralsex, etc.
Für eine relativ erschöpfende Liste von Kinks, siehe The Periodic Table of Kink (Englisch)
Lemon/Lime
Geschichte mit explizit erotischem/sexuellem Inhalt, wobei bei Lime lediglich Andeutungen des Geschlechtsakts vorkommen. Ein Lemon dagegen ist in der Beschreibung von Sex expliziter und deutlicher. Dabei muss ein Lemon/Lime keine PWP-Geschichte sein.
Mary Sue/Gary Stu
Charakter, der besondere Fähigkeiten hat, auf Anhieb alles schafft und meist von Canon-Charakteren sofort und ohne Entwicklung/Hintergrund angehimmelt wird. Oft Self-Insert, aber nicht zwingend. Mary Sue ist hier der Begriff für weibliche, Gary Stu für männliche Charaktere. Beide sind in Fanfictions ungern gesehen.
OC
Abkürzung für "Original Character". Charakter, den der Autor selbst erfunden hat - im Gegensatz zu Canon-Charakteren, die in der Originalgeschichte vorkommen.
OTP
Abkürzung für "One True Pairing". DAS allerliebste Pairing eines Fans, wobei dieses keinesfalls zwingend Canon sein muss.
POC
Abkürzung für "Person of Colour", farbige Person. Charakter, der einen nicht-weißen Hintergrund hat. Leider werden diese nach wie vor zu selten in Geschichten angetroffen.
PWP
Abkürzung für "Porn Without Plot", also eine Geschichte, in der keinerlei oder nur sehr minimale Handlung außerhalb des beschriebenen Geschlechtsakts vorkommt.
Slash
Kategorie von Fanfictions, in denen homosexuelle Pairings vorkommen. Der Begriff kommt ursprünglich von dem Schrägstrich (engl. "slash"), der zwischen den Charakteren eines Pairings steht.
Squick
Abneigung - meist (Sex)Praktiken, die man absolut nicht gerne liest/schreibt bzw. die einen abturnt. Dabei kann alles, was ein Kink für die eine Person sein kann, für jemand anderen ein Squick sein.
Trigger
Ereignisse, Szenen oder bestimmte Sätze, die den Leser an ein traumatisches Erlebnis erinnern können. Dazu zählen z.B. Abuse (Misshandlung), Substance Abuse (Drogen), Character Death (Tod eines Charakters) oder DubCon/NonCon (Dubious Consent, also Sex, bei dem eher unklar ist, ob beide es wollen, und Non-Consent, also Sex, den einer der Partner nicht will).
Vignette
Literarisch definiert eine einzelne Szene ohne viel Handlung, meint der Begriff in Fanfiction eine kurze Story zwischen ca. 500 und 1.000 Wörtern Länge.
Lt. Colonel John Sheppard fiel spät in der Nacht erschöpft in sein Bett. So müde und kaputt war er lange nicht mehr. Die Mission war nicht perfekt gelaufen, aber wenigstens hatte er es geschafft, sein und Lorne´s Team unversehrt zurück nachhause zu bringen. Stolz und mit sich zufrieden, aber viel zu kaputt, um sich umzuziehen schlief er sofort ein. Es wäre auch zu schön, wenn er ruhig schlafen würde, dies hätte er gebraucht, da er die letzten Nächte nicht ruhig schlafen konnte. Er wusste nicht warum, aber er schlief unruhig, Nacht für Nacht. Diesmal hoffte er, dass es anders werden würde, da er schnell einschlief. Falsch gedacht, wie sich später rausstellen sollte.
John fand sich plötzlich wieder auf dem Planeten, wo er heute mit den Teams auf Mission war. Nur, dass es dunkel war, da er sich in einer Höhle befand und er laute Schüsse und Schreie hörte. John rannte so schnell er konnte und folgte dem Lärm. Je weiter er rannte desto heller wurde es und plötzlich fand er sich in einer Schlacht wieder. Die Teams kämpften mit Genii und Wraiht.
Viele Gegner lagen bereits tot am Boden. Doch bevor John sich darüber freuen konnte, fiel ihm auf, dass einige der Toten ihm bekannt vorkamen, da sie dieselben Uniformen trugen wie er. Schnell, aber ohne seine Deckung ganz aufzugeben, rannte er zur ersten reglosen Person auf dem Boden. McKay? John traute seinen Augen nicht, bevor er etwas sagen konnte, sah er auch noch Teyla und einige Marines in ihrem Blut liegen. Er prüfte den Puls, aber niemand lebte. Nervös und angespannt suchten seine Blicke nach Überlebenden. Negativ alle am Boden waren tot. Wütend erledigte er mit gezielten Schüssen einige Gegner und stand auf, um nach Lorne und Ronon zu suchen. Keine fünf Meter weiter fand er auch einen seiner Freunde. Ronon saß mehr tot als lebendig gegen eine Wand gelehnt. Er war von Wunden übersät.
Der Colonel rannte, als wenn sein Leben davon abhing, zu seinem Freund. „Kumpel? Können Sie laufen?“ John legte ihm seine Hand sanft auf die Schultern und versuchte mit ihm zu reden. Ronon sah ihn aus glasigen Augen an, brachte nur ein „Es tut mir leid“ raus und schloss seine Augen. Alles Leben, was noch in ihm steckte, wich nun aus seinem Körper.
Sheppard traute seinen Augen nicht, dass konnte doch jetzt nicht wahr sein, er war sich total sicher, dass er sein Team nachhause gebracht hatte und es allen gut ging. Hatte er nur geträumt? Aber es schien viel zu real, um ein Traum zu sein. Doch John hatte keine Zeit zu trauern, denn Lorne war nicht tot, daher musste er ihn finden. Rasch suchte er das Schlachtfeld mit seinen Blicken ab und schoss noch einige einzelne Gegner ab. Nun war es still, etwas zu still für seinen Geschmack. Doch plötzlich hörte der Soldat Schüsse aus einem Maschinengewehr. Dies kann nur Lorne sein. Der Colonel folgte den Schüssen und fand Lorne tatsächlich dort, wo der Lärm herkam. Aber sein Anblick gefiel ihm überhaupt nicht. Der Major stand nicht mehr aufrecht, war übersäht mit Wunden und zu allem Übel ging ihm die Munition aus. John kam zur rechten Zeit und erledigte die letzten Gegner während er zu Evan lief. John kam gerade rechtzeitig an um den Major aufzufangen, bevor dieser zu Boden fiel. Seine Waffe ließ John achtlos zu Boden fallen und kümmerte sich um seinen Freund.
„Evan, um Gottes Willen was ist passiert? Wir waren doch schon auf Atlantis und alles war gut, ich versteh das nicht.“
Der Major lächelte sanft. Gerade wollte er dem Colonel antworten, als ihm ein stechender Schmerz die Worte vertrieb. Plötzlich färbten sich die Uniform des Majors und Johns Hände rot mit Evans Blut. „Colonel… Kolya er…“ Das Blut floss so schnell es konnte und Evan versuchte den Colonel zu warnen bevor dieser auch eine Kugel ins Herz geschossen bekam. Erschrocken von dem Schmerz verkrampfte sich Johns Körper und er spuckte Blut. Eher er sich versah, hörte Evans Herz auf zu schlagen, John verlor eine Träne bevor ihm auffiel, dass seine Uniform sich auch mit Blut rot färbte und um ihm herum alles schwarz wurde. Sein Herz versagte ihm auch den Dienst.
Plötzlich schrak John, früh am Morgen auf. Er lag in seinem Bett, sofort tastete er seinen Körper ab. Er war lebendig und unverletzt. Der Colonel rannte so schnell er konnte aus dem Quartier in den Kontrollraum, um nach den Anderen zu suchen. Alles war friedlich, alle waren fröhlich und dekorierten die ganze Stadt. Sheppard sah sich um und Lt. Haidar lief an ihm vorbei. „Hussein, Hussein komm mal her.“ Der junge Soldat folge dem Colonel „Sir?“ „Hussein sag mal was ist hier los?“ „Sag Bloß du hast es vergessen John. Heute ist die sechste Jubiläumsparty der Atlantis Expedition, wir haben noch viel zu tun, ich muss weiter.“ Mit diesen Worten ging Hussein seinen Aufgaben fröhlich weiter nach. Lt. Colonel John Sheppard atmete erleichtert aus und wieder ein. Es war nur ein Traum. Gott sei Dank, dachte sich John und ging fröhlich pfeifend wieder in sein Quartier, um sich frisch zu machen. Nach dem er geduscht hatte ging er wieder in den Kontrollraum, um den Anderen bei den Vorbereitungen zu helfen. Fröhlich und erleichtert lächelte er all seine Freunde an und war überglücklich, dass es ihnen gut ging.
ENDE
PS: Diese Story wurde am 06.06.2012 von mir geschrieben. Ich hoffe es gefällt euch.
Sellafield zuckte zusammen. „Na, komm schon! Komm schon!“ flüsterte er aufgeregt, beinahe beschwörend. Seine Augen leuchteten. Ein angespanntes Lächeln umspielte seinen Mund. Sein Blick war auf eine blinkende Anzeige gerichtet, die einen schrillenden Alarmton von sich gab, der durch die düsteren Hallen seines weitläufigen Labors hallte. Doch der Biochemiker nahm es nicht wahr. All seine Sinne galten den Zahlenkolonnen, die die Maschine auswarf und dem langen Papierstreifen, den sie ratternd freigab.
„Komm schon, komm schon“ flüsterte er wieder und leckte sich über seine rauen, rissigen Lippen. Schon seit zwei Tagen arbeitete er ununterbrochen an seinem neuen Versuch. Dem siebenunddreißigsten. „Diesmal muss es einfach klappen“ kicherte er. „Zwei Sievert…. 2,5 Sievert… drei… drei fünf… vier….“ beinahe andächtig betrachtete er die Zahlenreihe vor sich und das wilde Gezacke, das auf dem Papierstreifen erschien.
Ein unheimliches Schnarren riss ihn aus seinen Gedanken. Oh Gott, dieses Schnarren! Ein Geräusch, das ihm nur allzu vertraut war und das hier unten Panik auslöste, wann immer es erklang. Der Alarmton seiner Maschine wurde plötzlich lauter und die Anzeige, die seit drei Stunden auf grün Stand, wechselte auf rot. Sellafield stockte der Atem. „Nein, das… das kann nicht sein“ keuchte er. "Das darf nicht sein!" Hinter ihm wurde eine Türe aufgerissen und nur eine Sekunde später schallte es in seine Ohren: „ABBRECHEN! VERSUCH SOFORT ABBRECHEN!“
Entsetzt wirbelte der Forscher herum, griff mit einem Schrei der Enttäuschung nach dem Stromschalter und betätigte ihn. Sofort verstummte das Heulen der Sirene und das wahnsinnige Flackern der Anzeigen erlosch. Die Stille, die jetzt den Raum umgab war erdrückend. Nur der Geigerzähler schnatterte noch immer unheilvoll vor sich hin und riss dumpfe Geräuschfetzen in die erstickende Stille.
„Sind sie verrückt, Professor?“ wurde er barsch angefahren. „Wollen sie uns alle umbringen?“
Professor… Professor… Wie lange war es wohl her, dass er das letzte Mal so angesprochen wurde? Damals, als er noch frei war. Dr. Sellafield, Professor für Physik und angewandte Biochemie. So stand es an der Tür zu seinem Büro, bevor sie aufgerissen wurde und er sich sechs schwerbewaffneten Männern gegenübersah. Damals, an dem Tag seiner „Einberufung“…
„Verdammte Oberweltler“ fluchte er.
Mit einem wehleidigen Seufzer riss sich der Mann, der mit vollem Namen eigentlich Becquerel van Sellafield hieß, wieder in die Gegenwart. An jenen Ort, wo er seit mittlerweile vierunddreißig Jahren hauste und seit zehn Jahren als Biophysiker wirkte, die letzten fünf davon hier in seinem Labor. „Versuche zur Verwendbarkeit bosonischer Materie zur Erhöhung der Sieverttoleranz bei lebendigen Organismen vermittels kontrollierter Gammastrahlenemission (GAZER)“ lautete der umständliche Name des Projekts, das ihm zur Herzensangelegenheit werden sollte. Er wollte diesem, seinem Volke helfen. Er wollte es unterstützen. Vor Allem aber wollte er sich an den Oberen rächen. Und dazu war er bereit, jeden Preis zu zahlen, selbst den Preis der Freiheit. Aus diesem Grund erhob er auch keinen Einspruch, als man ihn vor knapp sechs Jahren abführte. Es hätte ihm wohl auch herzlich wenig genützt.
Becquerel war ein Mountain Men. Doch er war ein Mann der Wissenschaft, nicht des Krieges. Zumindest nicht am Anfang. Erneut erinnerte sich der Professor daran, wie man ihn entführte (denn nur so konnte man es nennen) und in die Stollen verschleppte. Stundenlang wurde er verhört, musste Rede und Antwort über den Stand seiner Forschung sprechen, musste wieder und wieder erklären, was Project S.T.A.R. war und wie es funktionierte. Dieses, von ihm entwickelte „STemcells Against Radiation program“ sollte es den Mountain men ermöglichen, unbehelligt an der Oberfläche zu leben, ohne Krieg führen zu müssen. Project S.T.A.R. sollte sein Beitrag zum Weltfrieden werden.
Die Frage allerdings, warum es die Evolution so eingerichtet hatte, dass jene, mit gesundem Erbgut, mit machtvoller Intelligenz gesegnet und durch kraftvolle Taten glänzenden Mountain men in Höhlen und Bunkern vor sich hin vegetieren mussten, während solche, die plündernd, mordend und brandschatzend umherstreiften, an der Oberfläche leben durften, konnte er nicht beantworten. Warum war es plötzlich so, dass die Evolution die Wilden und die Schwachen bevorzugte, die Zivilisierten, Starken und Gesunden aber vor die Hunde gehen ließ?
Diese Frage hielt ihn oft lange wach während seiner Einzelhaft, die angeordnet worden war, während geprüft wurde, ob seine Arbeit die Sicherheit des Volkes gefährdete. Doch als ob diese Einzelhaft genau das war, was er gebraucht hatte, um auf eine Antwort zu stoßen, offenbarte sich ihm jene Wahrheit ganz plötzlich und unvermittelt: Alles würde erklärbar, wenn man davon ausging, dass nicht die Evolution die Mountain Men in die Höhlen getrieben hatte, sondern die Oberen! Nur durch lange Zeit der Abschirmung von Strahlung konnte ihr Körper so angreifbar gegenüber der Strahlung werden, dämmerte es ihm. „Die Oberen hatten und haben noch immer genügend Gründe dafür, uns loswerden zu wollen. Sie wissen, dass wir höher gestellt sind als sie und nur deshalb haben sie sich zusammengerottet wie Ratten und wie Ungeziefer, uns in den Boden verbannt und erniedrigt!“
So wuchs in ihm im Laufe der Zeit die Überzeugung an seine Offenbarung und in demselben Maße sein Hass auf alles, was von Oben kam. Der Krieg gegen die Oberen war notwendig und unvermeidbar. Das wusste er jetzt. - Aus dem Wissenschaftler war ein Krieger geworden.
Als er seinem Kerkermeister von dieser Idee erzählte, zeigte sich, dass er nicht der Erste war, der sie hatte. „Wir wissen sehr wohl, dass soetwas möglich ist, ja wir sind sogar überzeugt davon“ wurde ihm entgegnet. „Zahlreiche Historiker haben auch schon Beweise für diese Theorie gefunden, sodass man die Schuld der Oberen getrost als eindeutig erwiesen ansehen kann“ erklärte man ihm. „Und wenn es gelingt, unsere Leute mindestens genauso immun gegen die Strahlung zu machen wie die Oberen, dann werden wir, kraft unserer überlegenen Armee die Dinge wieder richtigstellen.“ Da wurde ihm plötzlich klar, warum man ausgerechnet ihn hierher gebracht hatte: Durch sein Spezialgebiet war Professor Dr. Becquerel van Sellafield geradezu prädestiniert dafür, hier, in diesen Höhlen, die nun zu seiner Heimat geworden waren, zu leben, zu arbeiten und zu forschen. Sein Project S.T.A.R. war die Antwort auf alle Fragen. Allein, es sollte anders kommen…
„Die Gesundheit der Volksgemeinschaft steht an erster Stelle. Das Wohlergehen des Einzelnen hat sich dem unterzuordnen“ hieß es, als er seine neue Stelle antrat. „Aus diesem Grunde werden sie eine Versuchsanordnung entwickeln, die es uns ermöglicht, auf physikalischem Wege die menschliche, d. h. die Sieverttoleranz der Mountain men zu erhöhen. Der Professor fügte sich – GAZER war geboren. Und mit dem ihm zu eigenen Feuereifer machte sich Prof. Dr. Becquerel van Sellafield an die Arbeit...
„Versuche zur Verwendbarkeit bosonischer Materie zur Erhöhung der Sieverttoleranz bei lebendigen Organismen durch kontrollierte Gammastrahlenemission (GAZER)“, Anordnung Nummer siebenunddreißig: Fehlschlag - schrieb der Doktor in sein Notizbuch und fluchte. Angewidert blickte er auf das tote Kaninchen, das ihn mit aufgequollenen, weit aufgerissenen Augen vorwurfsvoll ansah. Mit einem Schürhaken holte er den schmerzgekrümmten Kadaver aus dem „Rabbithole“ (ein Bleibehälter in dem sich das Testobjekt befand) und warf ihn unsanft in den daneben stehenden Säurebottich, den er „aerie“ nannte. Erbost blickte er auf den sich auflösenden Leichnam, schüttelte den Kopf und brummte:
„Fünf Sievert benötigen wir mindestens.“ „Fünf Sievert für Equality!“ Entschlossen drehte er sich um. Der Versuch hatte auch ihm ganz schön zugesetzt und jetzt forderte sein Körper mit Nachdruck Schlaf und Nahrung ein. Beim Rausgehen streifte sein Blick einen Käfig, in dem ein ängstlich zitterndes weißes Kaninchen hockte. „Morgen bist du an der Reihe“ flötete er grinsend. „Aber keine Angst. Freue dich lieber“ feixte er. „Immerhin darfst du der Wissenschaft dienen UND einer großen Nation zu ihrer verdienten Größe verhelfen!“ ereiferte er sich. „Genauso, wie auch ich“ schloss er und ging, kalt lächelnd aus seinem Labor.
Er lächelte, weil er nicht wusste wusste, wofür die Früchte seiner Arbeit wirklich gedacht waren...
„Verdammte Oberwelter!“
A/N: Entstanden ist diese Drabble-Trifecta im Zuge der wöchentlichen Drabble-Runden im Superman Fanfiction Forum damals. Nachdem das Forum damals zugemacht hat, habe ich sie aber nirgends mehr gepostet, glaube ich. Also hier nochmal für alle, da das immer noch zu denjenigen meiner Storys gehört, die ich sehr gerne mag.
[Donner]
Etwas war nicht in Ordnung, war nicht so wie es sein sollte.
Wie von selbst hielten Clarks Finger mitten über der Tastatur inne. Wanderte sein Blick zum Horizont.
Fieberhaft--panisch--versuchte er es zu orten. Tastend. Immer weiter und weiter weg.
Da! Smallville...
Wie das dumpfe Grollen von Donner in seinen Ohren. Wie ein düsteres Wintergewitter, bedrohlich, hallte der unregelmäßige - zu unregelmäßige, viel zu schwache - Herzschlag in seinen Ohren wider.
Dann... Stille...
Clark hörte keinen Notarzt keine Sirenen. Nichts. Nur Stille.
Mom!
Er war bereits in der Luft, heiße Tränen erschwerten ihm die Sicht.
Doch er wusste, er war zu spät.
Martha Kent
Ein schwarzer Trauerrand schmückte das schlichte Kreuz.
Jonathan Kent 01.09.1939 - 17.06.1992
Martha Clark Kent 07.11.1937 - 30.12.2006
Clarks Blick war starr auf die frischen Buchstaben geheftet. Heiße Tränen liefen sein Gesicht hinab, während er immer wieder Schneeflocken weg blinzelte.
Der Schnee schien der Welt auch die letzte Farbe zu entziehen.
Clark wusste, spürte, neben ihm stand immer noch Ben Hubbard - wie er im schwarzen Anzug mit schwarzer Krawatte. Die schmerzliche Ironie: Sie wussten, Ben hatte diesen Anzug für seine und Marthas Hochzeit maßschneidern lassen. Er hatte Martha geliebt.
Minuten, Stunden, Jahrhunderte... Schließlich Bens Hand auf Clarks Schulter.
Dann war er allein.
Weiß
Leises, gedämpftes Knarzen im Schnee hinter ihm schreckte Clark auf.
Ein bekannter Herzschlag, leicht erhöht. Ein Herzschlag, für den er einmal alles gegeben hätte. Vor langer Zeit, so schien es ihm jetzt...
Clark drehte sich nicht um. Starrte weiter durch den immer dichter fallenden Schnee auf die gnadenlosen Buchstaben. Schluckte schwer.
Was wollte sie hier? Erhöhte Herzfrequenz – Verärgerung. Wut. Nervosität. Angst. Verausgabung. Liebe... Wahrscheinlich Wut. Ein weißes Rauschen in der Kakophonie der Stille, die ihn umgab. Wusste sie nicht, dass sie ihm sein Herz nicht weiter brechen konnte?
„Ka—Clark, ich...“ Ein Flüstern im eisigen Wind. „Es tut mir so leid.“
Knarz, knarz. Zögerlich, vorsichtig, legte Lois ihre Arme um ihn. „Ich hatte vergessen, wie warm du bist...“
Schneeflocken tanzten vor seinen Augen. Winzigste Bruchstücke seiner Seele, die in seinem Atem schmolzen.
Er drehte sich zu ihr, die Zukunft mehr denn je ein weißer Fleck auf der Landkarte ihrer beider Leben.
A/N: Das hier ist schon ein bisschen älter, aber ich liebe es immer noch sehr. Damals habe ich irgendwo online gelesen, dass Aiba mal für eine Zeit versucht hat, mit dem Rauchen aufzuhören (bei Arashi scheinen sie ja alle zu qualmen, um mit dem Stress zurande zu kommen) - und entstanden ist dieses Drabble. (:
Ein glühender Funke, schwerelos. Er tanzte darauf.
Aiba flog. Nichts konnte ihm das nehmen. Luftakrobatik mit Bruchlandung. Er beobachtete die schmorenden Überreste seines Gewissens, die Abwärtsspirale; durch die kalte Nachtluft, zur Straße tief unten. Ein stiller Moment, ganz seiner.
Zugegeben, er hatte es vermisst. Hatte die sich ausbreitende Ruhe vermisst; Stress, aufgestauter Frust, Sorgen fielen von ihm beim Ausatmen. Er hatte versucht aufzuhören, es eine stolze Zeitlang geschafft. Eindrücke, Gefühle hatten ihn wieder erreicht – und fortgespült.
Es war eine Prüfung seiner Willensstärke gewesen. Schließlich hatte ihn die Wirklichkeit eingeholt.
Er schloss die Augen, atmete tief ein, versuchte nicht zu denken.
Diese Geschichte entstand am 03.06.2012 Gestern musste ich diese Suppe machen und mir ist dieses Desaster passiert. Sofort kam mir das als Story in den Sinn, natürlich hab ich das etwas übertrieben mit der Dramatik und dem Pech *grins* ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Heute began John Sheppards Urlaub. Es ist sicher ein Jahr her, dass er Urlaub hatte und wieder Zuhause auf der Erde war. Es war schon spät. Er versuchte zu schlafen, doch sein Magen quälte ihn einfach zu sehr. John hatte Hunger. Aber er mochte nicht gerne alleine essen und überhaupt hatte er nichts außer Spagetti und Soße im Schrank, eine Tüte abgepacktes Fleisch fand er auch noch in seiner Kühltruhe. Aber wirklich essen konnte man das nicht mehr. Angewidert warf er es in die Tonne. Damit begann, das Übel dieses Abends. Auf seinem Küchentisch lag noch ein Rezept.
Arabische Nudelsuppe. Zutaten: Eine Tüte Spagetti 3 Löffel Salz Eine Tüte Fleisch (verdammt die hab ich gerade weggeworfen) Eine Packung Soße Wasser zum Kochen der Nudeln Gewürze
Nun nahm er den Wasserkocher und kochte Wasser, welches er dann in einen Topf gab und noch etwas weiter kochte, 2 Löffel Salz gab er ins Wasser. Nachdem es blubberte nahm er die Spagetti. Ein paar nahm er in die Hand und brach sie in der Mitte und warf sie ins Wasser. Gerade wollte er das auch mit dem Rest der Spagetti mache, als ihm etwas auffiel.
„Verdammt, ich will ja die Suppe machen, dafür brauche ich kleine Spagetti.“
Grummelnd fischte er die halben Spagetti aus dem Wasser. Nun nahm er wieder einige Spagetti und brach sie 3-mal durch und warf sie ins Wasser. Keine Minute später hörte man ihn wieder fluchen. Den Sheppard erinnerte sich daran, dass für diese Super die Spagetti wirklich ganz klein sein mussten. Wer weiß wo er mit den Gedanken war, denn was er so tat waren immer andere Rezepte. Nun fischte, er mal wieder alle Nudeln raus. Am liebsten wollte er den Topf samt Wasser und Spagetti aus dem Fenster werfen.
Nach etlichen Minuten und Flüchen, die sich keiner vorstellen kann, kam ihm eine glorreiche Idee. Wie nichts Gutes, durchwühlte er seine Schubladen bis er eine Schere fand.
Mit dieser Schere schnitt er die Nudeln im Teller in ganz kleine Stücke, was ihm aber nicht bei allem gelang, denn es waren ziemlich viele und sie waren nass und klebrig. Letztendlich schaffte er es und legte sie wieder ins Wasser.
„Puhh, geschafft. Hätte nicht gedacht das es so schwer sein wird.“
John verließ die Küche. Er dachte sich solange er warten muss könnte er ja etwas lesen. Nach einer Weile so 20 Minuten ging er wieder in die Küche und schaute nach den Spagetti. Was er nicht bedacht hatte, war, dass er sie nur halb kochen durfte, da sie noch weiter mit der Soße gekocht werden mussten. Dies würde ihm aber noch früh genug auffallen.
Nun nahm er die Spagetti aus dem Wasser. Das Wasser lies er weiter kochen, die Tomatensoße gab er dazu. Nach zwei Minuten legte er noch die Spagetti in die Soße und gab noch etwas mehr Wasser dazu damit es wie eine Suppe wurde. Dies musste nun zusammen etwas kochen.
Einige Zeit später probierte er die Suppe und sie schmeckte gut. Nun probierte er die Spagetti, die waren mehr als eigentlich nötig aufgegangen. Skeptisch betrachtete er sie bevor er probierte. Seine Suppe war irgendwie etwas fett geworden. Innerlich regte er sich mehr als nur auf. Doch das war ihm nun einfach nur egal, er hatte Hunger und das Essen schmeckte, auch wenn es nicht besonders gut aussah. Die Moral von der Geschichte, lass bloß keinen Elite Soldaten in die Küche, es sei denn dein Feind kommt zum Essen vorbei.
Ende
//Viel Spass//Diese Story habe ich 2012 geschrieben.
So, hab als erste Story eine meiner Lieblingsgeschichten ausgesucht. Es geht um Law aus One Piece, der seine erste Nacht auf dem Schiff der Strohhüte verbringt.
Law bekam kein Auge zu. So wie ihm ging es aber auch noch jemand anderes. Vorsichtig stand er auf. Er wollte keinen Lärm machen. Wer war so spät in der Nacht noch wach? Er dachte immer, er wäre der einzige, der nachts nicht schlief. Er konnte Lachen hören. Er kannte die Stimme aber nicht. Ob jemand an Bord war? Vorsicht näherte sich Law dem Wesen, das er gehört hatte. Verwundert blieb er stehen. Er traute seinen Augen nicht. Vor ihm hüpfte und sprang ein kleines Männchen. Er war etwas größer als ein Meter und trug einen Regenmantel. Er leuchtete gelb und tanzte fröhlich im Kreis. In der Hand kreiste er einen Holzhammer. Wer zum Teufel war das? Law sah sich um. Er war alleine. Die Strohhüte schliefen. Und das Männchen tanzte hier und lachte. Law beobachtete es eine Weile aus seinem Versteck heraus. Dann jedoch beschloss er, es zu stellen.
Vorsichtig schlich er sich an. Bevor er sein Schwert ziehen konnte, hielt das Männchen inne. Es stand seitlich zu Law, so dass er sein Gesicht nicht sehen konnte. Es zielte mit dem Hammer auf Law. „Du bist kein Crewmitglied!“, sagte es nur. Law runzelte die Stirn. Law lies sein Schwert stecken. Das Männchen sah nicht gefährlich aus. „Dasselbe wollte ich auch gerade sagen!“, sagte er. Das Männchen ließ den Hammer sinken und fing an zu lachen. Law verstand nicht so recht, was so lustig war. Im Gegensatz zu dem Leuchtkäfer war Law mit Erlaubnis auf dem Schiff. „Du irrst dich!“, sagte das Männchen. Law machte große Augen. Er irrte sich? Er kannte alle Crewmitglieder! Wie sollte er sich da irren? Das Männchen drehte sich zu ihm. Als er aufsah, musste Law überlegen. Das Gesicht kam ihm bekannt vor. Nicht genau so, aber diese Mimik, der Blick…. Law sah nach vorne zum Bug. Das konnte unmöglich sein! Er hatte davon gehört, aber noch nie hatte er einen gesehen oder gehört, dass es einen gab.
Das Männchen kicherte. Es sah Law genau an. Law wurde etwas unwohl dabei. Er griff aber nicht zu seinem Schwert. Wenn das Männchen das war, was er dachte, dann nutzte es ihm nichts. Er hoffte einfach, dass es Ruffys Allianzpartner akzeptierte. Law ließ das Männchen nicht aus den Augen, das nun im gewissen Abstand um ihn herum ging. „Ich bin nicht hier, um der Mannschaft oder dem Schiff zu schaden!“, sagte Law und versuchte ruhig zu klingen. Er hatte Geschichte gehört von Banditen, die nachts ein Schiff überfallen und zerstören wollten, als die Crew schlief. Am nächsten Morgen fand man sie tot auf. Man sagte sich, der Klabautermann hätte sie geholt. Wie sie gestorben waren, wusste niemand. Das Männchen rannte wieder von Law weg und drehte sich im Kreis. Dabei lachte es. Hatte er den Test bestanden? Law runzelte die Stirn. Er sah das Männchen an, das weiterhin tanzte. „Du bist….“, fing er an. Das Männchen blieb stehen. Law gefror das Blut in den Adern, als es in Blitzgeschwindigkeit auf ihn zuraste. Kurz vor Law blieb es stehen. Law spürte den Wind der Geschwindigkeit, der durch seine Klamotten glitt. „Ich behalte dich im Auge!“, hörte er die sanfte Stimme. Law blieb der Atem weg.
Schwer atmend sah er nach vorne. Er war weg! Law drehte sich im Kreis, aber nirgends konnte er ihn sehen. Suchend sah er sich weiter um, doch er war weg. Laws Blick wurde leer. Seine Beine gaben einfach nach. Schwer atmend ging er auf die Knie. Er stützte sich mit der Hand am Boden ab. Was war hier gerade passiert? Law griff mit seiner anderen Hand nach seinem Schwert. Seine Hand krallte sich am Griff fest. Er wollte doch nichts Böses! Er brauchte einige Zeit ehe er sich beruhigte. Vorsicht lehnte er sich an die Reling. Zitternd umklammerte er sein Schwert. Er konnte die ersten Sonnenstrahlen gar nicht erwarten. Kein Auge würde er hier mehr zu tun. Es dauerte allerdings bis die ersten Strohhüte wieder wach waren. Etwas verstört sah er in die Augen von Nami, die sich zu ihm runter gebeugt hatte. „Alles in Ordnung? Hast du gar nicht geschlafen?“, fragte sie verwundert. Law schüttelte den Kopf. Er stand auf. Nun fühlte er sich wieder etwas sicher.
„Wo ist Ruffy?“, fragte Law. Nami zeigte zur Gallionsfigur. Law wurde schon wieder mulmig. Vorsichtig ging er zu Ruffy. Er blieb in einiger Entfernung zur Figur stehen. Er beobachtete Ruffy, der scheinbar mit der Gallionsfigur kuschelte. Law schloss die Augen und musste schmunzeln. So war das also. Die Thousand Sunny war mehr als nur ein Schiff. Law wurde das Gefühl nicht los, dass sie ein wenig eifersüchtig war. Er würde also vorsichtig sein. Ruffy sah auf, während er seine Arme um die Gallionsfigur schlang. Mit seiner Teufelskraft war das kein Problem. „Ernsthaft, du solltest etwas schlafen. Niemand wird dir hier etwas tun!“, sagte Ruffy. Law nickte. Ruffy hatte ja keine Ahnung. Es war etwas ganz besonderes, einen Klabautermann zu haben. Noch besonderer war, wenn dieser das Schiff nachts beschützte. Das musste daran liegen, dass Ruffy sein Schiff derart liebte.
Gerade jetzt am Anfang oder auch nach Updates, etc., kann es eben doch mal technisch auch zu ein paar Problemen kommen. Egal, ob sich irgendetwas verzogen hat, ob eine Funktion hakt oder was auch immer nicht ganz rund läuft - meldet es hier, damit wir uns darum kümmern können!
A/N: Ja ja, das obligatorische Blabla muss auch sein. Diese Story ist im Zuge meiner eigenen kleinen Mini-Challenge anlässlich des NaNoWriMo 2019 entstanden, und zwar zu dem Prompt: „I told you, no more pets!“ Als Beta dafür trägt wie so oft Magss absolut Anteil daran, dass sie besser ist, als sie hätte sein können – vielen Dank! You rock! James' Kater Algernon ist ein Brainchild der wundervollen cgner@ao3, den ich mir hier ausgeliehen habe. Das war’s von mir. Reviews sind <3 und Concrit ist immer willkommen. Enjoy!
PRONGS
„Jaaaaames?“, rief Lily prüfend in das große Haus hinein, als sie die schwere Haustür hinter sich ins Schloss fallen ließ. So langsam erschrak sie sich auch nicht mehr vor dem Echo, das ihr in ihrer eigenen Stimme entgegen zu hallen schien.
Anfangs, so kurz nach Hogwarts, den gemütlich engen Schlafsälen, den vielen Schülern, Lehrern, Geistern hatte sie in dem großen Herrenhaus kaum ein Auge zu machen können. In Hogwarts war gefühlt immer etwas los gewesen. Alles hier war ihr so verlassen, spooky… leer und kalt(!) vorgekommen. So viel Platz für so wenige Leute, die hier wohnten, und das vor allem auch noch in einer der am dichtesten besiedelten Metropolen Europas. Lily war in einem winzigen Reihenhaus in Spinner’s End aufgewachsen, in dem alle jederzeit unter genauer Beobachtung der anderen stand. Sie hatte sich nicht vorstellen können, wie jemand gerne im unnötig riesigen Haus der Potters wohnen konnte.
Sie wusste, James war hier aufgewachsen, hatte in seiner Kindheit nichts teilen und absolut nichts missen müssen. Und jetzt, da Euphemia und Fleamont auf absehbare Zeit in Saint Mungo’s waren, hatte der zurückgekehrte Sohn Lily ein Dach über dem Kopf angeboten. So war sie eben hier gelandet. Bei ihrem festen Freund. Und musste gestehen, nicht nur die Angst vor ewig langen Gängen war gewichen – auch das anfängliche Staunen über den Prunk des Hauses. Über die massiven Eichentüren, die Mahagoni-Möbel, die Intarsien, Marmor, Himmelbetten,…
Das Haus erzählte ihr ganz eigene Geschichten über den Jungen – den Mann; sie waren nach Zauberergesetz volljährig –, den sie liebte:
Es musste eine sehr einsame Kindheit gewesen sein, so ohne Geschwister. Bis zum Alter von elf Jahren hatte Lily wenigstens noch Petunia zum Spielen gehabt.
Bei den vielen Gängen und Räumen hier wunderte es sie aber auch nicht mehr, dass James Hogwarts so ganz selbstverständlich als sein Reich begriffen hatte; all die bekannten und unbekannten Gänge als nur auf seine Entdeckung wartend. Seinen relativ alten Eltern war er bestimmt regelmäßig davon gerannt. Still gesessen hatte er da sicherlich eher selten – und konnte das auch heute noch nicht gut. Lily schmunzelte bei dem Gedanken. James hatte sich sicher auch einen Spaß daraus gemacht, sich zu verstecken oder Besuch einzuspannen in seine fantasievollen Kinderpläne…
Vom Garten ganz abgesehen – wenn man die zum Haus gehörenden Ländereien denn wohlwollend als Garten bezeichnen wollte; ein großes Stück Wiese, das leicht zu einem Hügel anstieg und dann in einen Wald überging. Kein Wunder, dass er vor dem Verbotenen Wald auch niemals Angst gezeigt hatte!
Und nachdem Lily nach Hogwarts kein Heim mehr gehabt hatte, in das sie zurückkehren könnte, war sie also ebenfalls hier gelandet. Die Herrin des Hauses, wie James sie so oft nannte, zumindest solange seine Mutter nicht hier war. Anfangs hatte Lily diesen Titel gehasst – mit umso mehr Hingabe hatte Sirius sie damit aufgezogen. Das hier würde niemals ihr Heim werden, war sie überzeugt gewesen. Inzwischen wusste sie, dass es das auch gar nicht musste.
Es war James‘ Heim, und er war ihres. Das war gut genug.
Sirius, Remus und Peter wohnten ebenfalls hier. Sie alle waren im Orden des Phönix, sie alle hatten kein Heim, zu dem sie zurückkehren konnten. Sirius lebte ja bereits hier, seit er 16 war. Remus als Werwolf galt so oder so als Geächteter und würde seinen Vater nur zusätzlich gefährden, wenn er zu ihm zurückkehrte. Und Peter als Halbblut wollte ebenfalls seine Eltern so weit als möglich aus diesem ganzen unschönen Krieg heraushalten.
Und Lily? Ihre Eltern waren tot, ihre Schwester hatte ganz melodramatisch das Haus und alles darin verkauft; wo sollte sie also sonst hin?
Algernon schlich auf Samtpfoten um ihre Beine, schmiegte sich an sie und schnurrte. „Ja, ich freu mich auch, dass ich wieder da bin“, raunte sie, ein breites Lächeln auf den Lippen. Lily ging wo sie war, immer noch in der großen Eingangshalle des Hauses, in die Hocke und streichelte den Kater ausgiebig zur Begrüßung.
Als seine Ohren zuckten und er sich im nächsten Moment auch schon wieder aus ihren Händen heraus gewunden hatte, das rötliche Fell aufgerichtet und sich mit den Hinterläufen schmerzhaft durch ihre dünnen Stoffturnschuhe und in ihren Füßen einkrallend.
Nur Augenblicke später hörte sie das aufgeregte Bellen und ein großer schwarzer Hund kam den Gang entlang auf sie zu gesprintet. Die Zunge hing ihm aus dem offenen Maul und Blätter in seinem Fell. Immer wieder sah er sich um, schien Lily erst im letzten Moment überhaupt zu bemerken.
Und bremste ganz abrupt vor ihr, die großen blauen Hundeaugen noch größer. Mit einem Mal war der Hund komplett still, schien sich klein machen zu wollen; was bei seiner beachtlichen Größe schon eine Leistung darstellte.
Wo zur Hölle war der Hund denn plötzlich hergekommen? Lily wusste, sie hatte das Tier schon ein paarmal hier in der Gegend gesehen. Draußen im Garten streunend meistens. Sie hatte angenommen, dass er wohl einem Nachbarn gehörte und James eben in seiner Tierliebe einen Narren an ihm gefressen hatte. War es nun also soweit und er hatte das Tier auch ins Haus gelassen? Sie sah zu Algernon hinunter, der immer noch misstrauisch wirkte; er ließ den Hund nicht aus den Augen. Dann sah sie erneut zu dem Hund, der ihren Blick mit großen Augen erwiderte.
Gerade wollte Lily nach James rufen, als sie ihren eigenen Ohren nicht traute. Es kam noch ein Tier den Gang entlang auf sie zu galoppiert. Ja, galoppiert beschrieb es am ehesten, auch wenn es kein Hufgetrappel war, sondern… War das ein Hirsch? Wie zur Hölle war der ins Haus gekommen?! Sein Kopf mit dem prächtigen Geweih war gesenkt, doch auch wenn er aufrecht gelaufen wäre, hätte er wahrscheinlich noch deutlich Luft bis zu den hohen Decken des Gebäudes gehabt.
„Jaaaaaaames?“, rief sie, irritiert von der ganzen bizarren Situation. „James! Ich hab dir doch gesagt, keine weiteren Haustiere! Und überhaupt kann man Rotwild ganz bestimmt nicht als Haustier halten. Also nicht IM Haus.“
Als der Hund zu japsen anfing. Sich schüttelte, immer weiter japste. Algernon schien zwar immer noch skeptisch und am ganzen Körper angespannt, hatte sich aber inzwischen immerhin einen mutigen Schritt auf den Hirsch zu bewegt – was Lilys Füße ihm wirklich dankten. Der Hirsch stand nun ebenfalls vor ihr im Gang, scheinbar erstarrt in seinen Bewegungen und sehr genau den Hund beobachtend.
Sollte der Hund nicht eigentlich den Hirsch jagen?, fiel es Lily zusammenhanglos ein. Und nur einen Moment darauf fragte sie sich, wie sie denn nun am besten beide Tiere wieder nach draußen bringen sollte. Welche Tür war groß genug dafür?...
Der Hund japste immer noch nach Luft und… und er richtete sich auf die Hinterläufe auf, machte in seinem Japsen Männchen. Lily fragte sich, ob das eine Art Anfall war und sie einen Tierarzt holen müssten. Doch da begann er sich zu verändern. Die Pfoten wurden zu Schuhen und zu menschlichen Händen. Das zottige schwarze Fell zu Kleidung. Der ganze Hund wurde zu einem wohlbekannten Menschen, der sich vor Lachen kaum noch einbekam: Sirius Black.
Im ersten Moment staunte Lily nicht schlecht. Dann stieg eine Welle der Wut in ihr auf. „Okay, was wird hier gespielt? Raus mit der Sprache, Black!“
„Ich kann das alles erklären“, war es allerdings James‘ Stimme, die ihr in entschuldigendem Ton antwortete.
Lily wirbelte zu ihm herum, hatte sie ihn doch auch gar nicht hinzukommen gehört. Und natürlich hatte sie ihn nicht kommen gehört, ging es ihr auch sofort auf. Er stand anstelle des Hirschs da.
Sein Patronus war ein Hirsch.
James war… Verdammt nochmal, er war ein Animagus! Und Sirius auch.
Lily wäre gerne ruhig geblieben. Ruhig und gefasst, das war so ihr Anspruch in diesem Moment – denn nein, sie wollte den beiden Idioten nicht die Genugtuung geben! „Dann schieß mal los! Und wehe, du lässt auch nur ein Detail aus, Potter! Und DU—“ Ihr Blick legte sich warnend auf Sirius, der augenblicklich verstummte, auch wenn sie um seinen Mund noch weiterhin ein verräterisches Schmunzeln entdeckte. „—siehst entweder zu, dass du Land gewinnst oder deinem besten Kumpel hier hilfst!“
Sirius nickte nachdenklich. Sah zu James und zuckte entschuldigend die Schultern. „Nichts für ungut, Prongs, aber das ist dein Streit.“ Er klopfte James nochmals auf die Schulter, steckte die Hände in die Hosentaschen und verschwand über die große Prunktreppe ins obere Stockwerk.
Jetzt endlich ergaben auch ihre Spitznamen füreinander Sinn – Padfoot für die Hundepfoten, Prongs für das Hirschgeweih…
Wie hatte sie nur so blind sein können?!
James blickte Sirius noch mit einer deutlich sichtbaren Mischung aus Ärger, Neid und Flehen hinterher. Dass er gerne mit seinem besten Freund abgehauen wäre, anstatt sich Lilys Laune zu stellen, war offensichtlich.
Lily seufzte leise zu sich. Was war denn eigentlich ihre Laune?
Natürlich kam sie sich ausgeschlossen vor, dass sie dieses große Geheimnis erst jetzt und erst so erfuhr. Natürlich war sie verletzt und wütend darüber, dass James ihr scheinbar bisher nicht damit vertraut hatte. Aber sie wusste genauso, dass sie bis vor kurzem damit auch noch zu McGonagall gegangen wäre, fester Freund hin oder her. Sie wusste, dass seine Animagusform für James‘ Charakter keine Rolle spielte. Sie wusste, die Marauders waren beste Freunde mit einem Werwolf, was sie ebenfalls niemals jemandem gesagt hatten – und dafür respektierte Lily sie sehr. Wann hätte James es ihr also sagen sollen? Ach übrigens, Süße, ich bin ein illegaler Animagus und kannst du mir bitte das Salz reichen? Nein, das war nicht James.
Der, als er ihrem Blick begegnete, in sich zusammen sank, mit jeder Faser seines Körper eine unausgesprochene Entschuldigung kommunizierend.
„Ich hab nur eine einzige Frage“, meinte sie schließlich leise, trat einen Schritt auf James zu. „Wofür habt ihr damals euer Leben riskiert?“ James tat sehr vieles für den Nervenkitzel an sich, aber Lily konnte sich einfach nicht vorstellen, dass das wochenlange Blattkauen und Warten, das für den Animaguszauber nötig war, dazugehörten – geschweige denn am Ende möglicherweise ein Besuch in Saint Mungo’s, wenn doch etwas schief ging.
James schien nicht so recht zu wissen, wie er reagieren sollte. Machte Anstalten, die Arme zu heben, als wollte er sie umarmen. Ließ sie dann aber wieder sinken und hielt lieber einen gewissen Abstand zu Lily. Schob seine Brille die Nase nach oben, fuhr sich durch die nie zu bändigenden Haare. „Es tut mir so wahnsinnig leid, dass du es so erfahren musstest, Lily. Das… Wir… Ich hätte es dir sagen sollen, aber… Es tut mir so leid und ich bin froh, dass du es jetzt weißt.“ Diese Worte drängten geradezu aus ihm heraus.
Beinahe wäre Lily ein Schmunzeln ausgekommen, wie nervös ihr Freund wirkte. Und wie wenig er wohl von ihrer Frage wirklich mitbekommen haben musste. Sie verschränkte die Arme vor der Brust und sah ihn einfach nur an, den Kopf leicht schief gelegt. Wartete.
„Und wofür… Also… Ich wollte nicht, dass Remus jeden Vollmond so allein ist. Sich selbst so verletzt und... Und… wir wollten ihm helfen, irgendwie. Tiere verletzt er nicht, nur Menschen. Also… Animagi zu werden war die einfachste und effektivste Lösung.“ Er zuckte leicht die Schultern, ein kleines Lächeln auf seinen Lippen. „So viel riskiert haben wir ja nicht. Ich war da sehr sicher, dass wir das schaffen.“
Als Lily merkte, wie die Anspannung von ihr abfiel und das Herz aufging, beschloss sie James zu erlösen. Sie schloss zu ihm auf und schlang ihre Arme um seine breiten Schultern. Küsste ihn zärtlich. Sie hatten es für Remus getan. Sie hatten für ihren Freund ihr Leben riskiert.
„Also verzeihst du mir?“, flüsterte James, als sie sich lösten, um Luft zu holen, seine Stirn aber immer noch gegen ihre gelegt.
Mit einem beleidigten Maunzen machte Algernon auf sich aufmerksam – den hatte Lily wirklich fast vergessen. Er hatte sich mit den Krallen in James‘ Hose eingehakt und miaute sein Herrchen vorwurfsvoll an.
James nahm Algernon hoch, knuddelte ihn, auch wenn dieser sich das natürlich nur gefallen ließ, nur duldete, aber bestimmt nicht genoss. „Ist ja gut, du bist und bleibst das einzige Haustier hier“, murmelte James entschuldigend.